Die Pfarrei Pfarrkirchen ist geprägt durch ihre langjährige Geschichte, vom Gartlberg, durch ihre Gruppierungen und Einrichtungen und durch das rege religiöse Leben in der Liturgie.
Verantwortlich für die Pfarrei ist Dekan Hans Eder und das Team der Hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Zur Geschichte der Siedlung
Der Ort urkundlich erstmals in einer Tauschurkunde des Passauer Bischofs Engilmar (874-898) als "pharrachiricha"ganannt. Der Ortsname Pfarrkirchen bezeugt, daß die Siedlung schon bei ihrer Gründung über eine Kirche verfügt hat, die zugleich geistlicher Mittelpunk für ein weites Umland an der mittleren Rott gewesen ist. Offensichtlich war der Ort dazu ausersehen, statt des nahen Klosters Rott(Postmünster) als Stützpunkt für Verwaltung und Sicherung des umfangreichen Hochstiftsbesitzes und für den weiteren Ausbau der kirchlichen Organisation dieses Landstriches zu dienen.Tatsächlich gehörten zum riesigen Pfarrspengel Pfarrkirchen bis herauf ins 19. Jahrhundert mehrere Filialen und Vikariate, die erst spät zu eigenen Pfarreien erhoben wurden: Postmünster (1818), Waldhof (1898) und Walburgskirche (1899). Um 1250 wird der Ort als "forum" bezeichnet, was auf frühe Ausstattung mit Marktrechten schließen läßt. 1259 kam die Marktsiedlung samt dem nahen Reichrnberg und umliegenden Gütern in den Besitz der niederbairichen Herzöge, die 1317 offiziell Marktrechte für Pfarrkirchen bestätigen. Pfarrkirchen und der Reichenberg wurden damit auch Sitz des "Gerichts an der Rott" und sogar eines herzoglichen "Vizutumamtes an der Rott" als Mittelbahörde für 15 umligende Landgerichte. Während das Viztumamt gegen Ende des 14. Jahrhunderts nach Burghausen verlegt wurde, bleibt Pfarrkirchen selbst Sitz eines Pfleggerichts. Der Markt wurde 1862 zur Stadt erhoben. Pfarrkirchen ist seit der Gebietreform 1972 Zentrum des Neugeordneten Großlandkreises Rottal-Inn, zusammengesetzt aus den früheren Landkreisen Pfarrkirchen und Eggenfelden.
Zur Geschichte des Kirchenbaus
Die heutige Pfarrkirche, auf erhöhtem Schuttkegel zwischen den Häuserzeilen des Marktplatzes und der Pflegstraße gebaut, läßt sich mit ihren ältesten Teilen (Umfassungsmauern des Langhauses) auf einen einschiffigen romanischen Bau zurückführen, der im 13./14. Jahrhundert dreischiffig erweitert wurde und offensichtlich zwei Satteltürme erhielt - wie das älteste redende Marktsiegel von 1374 ausweist. Um 1500 erfolgte sodann der Umbau zur heutigen, im Kern noch spätgotischen Kirche, gesettzt auf die älteren Mauern des Mittelschiffes. Möglicherweise wurde dabei die Spitzbögen aus dem Mauerwerk des romanischen Kernbaus ausgestemmt (Dehio) und die gotische Rippengewölbe eingezogen. Als Baumeister dieser stattlichen spätgotischen Kirche wird ein Mitglied der Braunauer Schule angenommen (Stephan Krumenauer und der Pfarrkirchner Michael Sallinger, die Baumeister der benachbarten Eggenfeldener Stadtpfarrkirche, gehören ihr an). Gleichzeitig baute er an der Nordwand eine größere Sakristei an. Ein Brand von 1648 zerstörte den kleineren Südturm. Dagegen bleib der 67 Meter hohe Nordturm aus Rohziegelmauerwerk, eingerückt ins nördliche Seitenschiff, bis heute als "Wahrzeichen der Stadt und Herz der Pfarrei" /Joseph Mitterbauer) gut erhalten. Auch die Barockisierung hat der Pfarrkirchner Pfarrkirche nicht haltgemacht:
Sie verwandelte die gotische Spitzbögen im Chorbogen, in den Fenstern und vor allem in den Zugängen zu beiden Seitenschiffen jeweils in Rundbögen, wie heute noch erkennbar. Im Rahmen der Regotisierung 1860 f. wurden Einwölbung und Wandgliederung des Langhauses, zugleich das südliche Seitenschiff vollständig erneuert. Der moderne Erweiterungsbau der Jahre 1971/73 schuf einen neuen hohen Altarrum, dem der frühere spätgotische Chor geopfert wurde und bis zur beachtlichen Giebelhöhe von immerhin 22 Metern geführt ist. Damit hat Architekt Karl Habermann (aus Buchendorf bei München) eine grundsätzliche Auflage des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege erfüllt, wonach beim Umbau das stadtbildprägende hohe Giebeldach auf keinen Fall verändert oder gar abgerissen werden dürfe. Der Grundgedanke des Umbaus war die liturgisch notwendig gewordene Erweiterung des Presbiteriums zum modernen Gemeinderaum, wobei das gesamte Kircheninnere die Einheitlichkeit des Stils verlieren und letztlich ein Torso bleiben mußte (Dehio). Immerhin aber konnte das südliche Seitenschiff aus der älteren Kirche als "Werktagskapelle" übernommen und damit einer neuen Funktion zugeführt werden, während das nördliche Seitenschiff die Aufgabe einer "Beichtkapelle" übernahm.Von der modernen Baugestaltung fällt neben der gefälligen Holzdeckenkonstruktion auch die zwischen zwei Betonpfeilern hochgezogene Ostwand ins Auge, geschmückt mit einer überdimensionalen Kupfer - Silber - Plastik in Kreuzesform, die von einer stilisierten Dornenkrone umfaßt wird. Unter dem Gekreuzigten erkennt man die beiden Kirchenpatrone Simon und Judas Thaddäus. Die Pfarrkirche feiert ihr Fest alljährlich am 28.Oktober, der heute - sicher schon seit vielen Jahrhunderten - zugleich der Tag des Pfarrkirchner Hauptjahrmarktes ist, des sog. Simonimarktes. Dieser erfreut sich neuerdings wieder einer erhöhten Beliebheit bei den Besuchern aus dem weiten Umland. So weist auch dieser Zusammenhang von Kirchenpatrozinium und Markttag auf die ursprüngliche Bindung von Kirchenjahr und Alltag hin.
Geschichte der Wallfahrt :
Schon nach dem 30jährigen Krieg wird in der Karwoche auf dem Gartlberg die Passion gespielt. Im März 1659 heftet der Pfarrkirchner Wolfgang Schmierdorfer sein Marienbild beim Spielort an einen Baum. Dieses auf Kupferblech gemalte Vesperbild hatte er 1634 in Regensburg gegen einen Laib Käse eingetauscht. Der große Zulauf zum Passionsspiel und erste wundersame Errettungen lassen dieses Bild schnell bekannt werden. Mit den eingehenden Spenden wird schon in August 1659 ein "Hl. Grab" errichtet. Damit erhält Pfarrkirchen einen Kalvarienberg.
Die Franziskaner fördern ab 1660 den Portiunkula-Ablaß. Mitte des 18. Jh. strömen deswegen Anfang August Tausende zum Gartlberg. Die Säkularisation 1802 bringt die Wallfahrt fast ganz zum Erliegen; das können auch die Benefiziaten, die seit 1748 neben der Kirche wohnen, nicht verhindern. 1921 lösen die Salvatorianer sie ab. Ihre Akzente sind der monatliche Wallfahrtstag, die Mainovene, der "Tagesbeichtstuhl", die tägliche Meßfeiern und der Wallfahrtsrosenkranz.
1806 verlegen die Pfarrkirchner den Friedhof auf den Gartlberg - ein weiterer Grund, in der Wallfahrtskirche Trost zu suchen. Der eigens gegründete Förderverein macht 1982 eine Gesamtrenovierung möglich. Der neue Glanz zieht nun auch viele Kurgäste und Touristen an.
Geschichte der Seelsorge :
Schon im 17.Jh. finden die Passionsspiele großen Zulauf. Ab Sommer 1660 betreuen Franziskaner die beginnende Wallfahrt. Sie wohnen vor der Stadt am Fuß des Gartlberg. Sie entfalten eine segenreiche Seelsorge. Ab 1748 kommt ihnen ein Benefiziat zu Hilfe, der neben der Kirche ein neues Haus bezieht. Die Säkularisation vertreibt 1802 die Franziskaner aus Pfarrkirchen. Ab 1921 beleben die Salvatorianer wieder die Wallfahrt. Einkehrtage in den Pfarreien, Wallfahrten zum Gartlberg und die eifrige Seelsorge in der Wallfahrtskirche lassen den Zustrom anwachsen. 1963 fügen sie ihrem Kolleg ein Schülerheim für Gymnasiasten an. 1991 wird dieses zu einem "Haus der Begegnung" umgewandelt. Besonders Familien mit Kindern sind hier herzlich willkommen. So ist Gartlberg in einem noch größeren Maße ein religiöses Zentrum.
Kurzgeschichte der Kirche
1661 - -1669 erbaut der aus Graubünden stammende Dominikus Christoph Zuccali die zweitürmige Kirche über dem "Hl. Grab"
1677 verlegt Carl Anton Carlone das "Hl. Grab" hinter den Hochaltar
1687 malt Franz Ignatius Bendl das Auferstehungsbild als Hochaltarbild
1687 (16.11.) kommt das Gnadenbild in die Kirche
1688 (11./12.7.) weiht Weihbischof Johann Maximus Steiner, Passau, die neue Auferstehungskirche
1689 gestalten Johann Baptist Carlone und Paul Allio (d`Aglio) das Chorgewölbe, und malt Carl Adam, Passau, die Motive zum "Vater unser"
1692 fertigt Wolf Stadler, Arnstorf, die Kanzel
1713 ergänzt Georg Josef Paader, München, den Hochalter mit vier Stuckmarmorsäulen und errichtet die Seitenaltäre; Ehrgott Bernhard Bendl, Augsburg, dekoriert das Langhausgewölbe, Johann Paul Vogl, Braunau, und Johann Eustach Kendlpacher, Münchem, malen die Fresken ("Credo")
1888 liefert Sebastian Höfele, Pfarrkirchen, den jetzigen Hochaltar
1922 kaufen die Salvatorianer die Osterriederkrippe
1950 gießt Firma Hahn, Landshut, vier neue Glocken
1956 stellt Eisenbarth, Passau, die jetzige (vierte) Orgel auf
1959 Renovierung der Kirche : P. Egino Manall SDS, Bad Wurzach, gestaltet das Hauptportal ("Maria")
1982 ermöglicht der neue Förderverein gründliche Gesamtrenovierung.
1984
werden die Gebeine der hl. Theodora in die Wallfahrtskirche überführt, für die sie ursprünglich bestimmt waren
1991 Neugestaltung der Sakristei
Wallfahrtskirche Gartlberg
Wallfahrtskirche Gartlberg:
* Samstag 19.00 Uhr (Vorabendmesse)
* Sonntag 7.00 Uhr 9.30 Uhr
* Montag - Samstag 8.30 Uhr
* täglich Rosenkranz 15.3o Uhr (außer Samstag und Sonntag)
Beichtzeiten
* Dienstag - Samstag von 08.10 - 08.20 Uhr
* Dienstag - Freitag von 16.00 - 16.15 Uhr
* an Sonn- und Feiertagen vor den Messfeiern.
Nähere Informationen und Führungen:
Salvatorkolleg Gartlberg, Tel 08561-9628-0 Fax 08561-962820
Hier finden Sie alle Gruppierungen und ihre Ansprechpartner :
Hier finden Sie die verschiedenen Einrichtungen, die für unsere Pfarrei wichtig sind :
Einrichtungen der Kinder- und Jugendpastoral
Test
Die Liturgie in unserem Pfarrverband wird in erster Linie durch die Gottesdienste in den verschiedenen Gotteshäusern geprägt.
Dem entsprechend finden sie hier die Gottesdienstzeiten.
Für andere liturgische Feiern und die Spendung der Sakramente wenden Sie sich bitte an das Pfarramt in Pfarrkirchen:
kath. Pfarramt Pfarrkirchen
Pflegstr. 22
84347 Pfarrkirchen
Tel. 08561/1493
Regelmäßige Gottesdienste finden in der Stadt Pfarrkirchen in der Pfarrkirche sowie am Gartlberg statt. Bis zur Fertigstellung der Gartlbergkirche dient die Pfarrkirche und die Hauskapelle der Salvatorianer als Ausweichraum für die Gottesdienste.
In der Kirche von Waldhof finden die Gottesdienste für die Pfarrei Waldhof statt.
Grüß Gott,
wir in Pfarrkirchen freuen uns, dass Sie sich für uns interessieren. Ich bin Pfarrer hier und kümmere mich mit meinem Pastoralteam um die Menschen in Pfarrkirchen und in Waldhof. Wenn Sie Anliegen oder Sorgen haben, scheuen Sie sich nicht, in unserem Pfarrbüro vorbeizuschauen oder anzurufen! Sie erreichen mich am besten unter der Nummer: 08561/1493
Hans Eder
Bitte haben Sie Verständnis, dass nur dienstliche E-Mailadressen angegeben sind.
Über das Pfarrbüro können Sie aber immer Kontakt mit den einzelnen Mitarbeitenden aufnehmen.
| Name __________________ | Anschrift _____________ | Telefon ________________ | E-Mail ______________ | |
Pfarrer und Dekan Hans Eder | Pflegstr. 22 | 08561/ 1493 | E-mail schreiben | |
Kaplan Georg Pettinger | Pflegstr. 22 | 08561/ 71351 | E-Mail schreiben | |
Pfarrer Benjamin Eze | Pflegstr. 22 | 08561/ 1493 | E-Mail schreiben | |
Wallfahrtsseelsorger Pater Josef Mayer | Gartlberg 4 | 08561/ 96280 | E-Mail schreiben | |
Pastoralreferent Dieter Schwibach | Kirchenplatz 2 | 08561/ 5858 | E-mail schreiben | |
Gemeindereferent Josef Adler | Pflegstr. 22 | 08561/ 1493 | E-Mail schreiben | |
Pastoralreferent Andreas Nock | Kirchenplatz 2 | 08561/ 9836604 | E-Mail schreiben | |
Pfarrassistent Gerhard Gruber | Pflegstr. 22 | 08561/ 71376 | E-Mail schreiben | |
Pfarrsekretärin Heidi Thoni | Pflegstr. 22 | 0 8561/ 1493 | E-Mail schreiben | |
Pfarrsekretärin Inge Preisinger | Pflegstr. 22 | 08561/ 1493 | E-Mail schreiben | |
Pfarrgemeinderat Ingrid Reim | 98561/1493 | E-Mail schreiben | ||
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